Zielsetzung: Wir wollen wieder Wasser am Strand der Wiesbadener Insel Rettbergsaue. Wir wollen wieder einen freien Zugang zur Insel.
2025: Der Rhein hat so viel Schlamm vor den Strand geschwemmt, dass einfach nur noch Matsch da ist, wo früher Wasser war. Bis 2018 wurde hier immer einmal der angespülte Schlamm ausgebaggert, doch nun passiert das nicht mehr. Unsere Stadt verliert ein einmaliges Inselparadies. Wir, eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Mittelstufenschule Dichterviertel aus Wiesbaden regen uns darüber auf und möchten wieder den Inselstrand, so wie er einmal war. Ein Ort für Feiern, Ausflüge und Wandertage, Beach-Volleyball, Grill-Events, mit herrlichem Urlaubs-Feeling am weißen Strand – und das direkt vor der Stadt!
Mit Gemälden von Motiven um die Insel, die viel Wasser zeigen (denn das fehlt ja auf der Insel), mit dem Song Down By The River über chillige Tage am Rheinstrand von The New Roses, den wir mit ihrem Sänger Timmy Rough neu aufgenommen haben und weiteren Aktionen wollen wir für die Insel kämpfen! Und dafür, dass der seit 2013 (!) verloren gegangene Fuß- und Radweg über die Schiersteiner Brücke zur Insel endlich wieder eröffnet wird.
Wir wollen Druck machen auf die Wiesbadener Stadtpolitik, damit hier endlich etwas passiert. Dafür machen wir öffentliche Ausstellungen, binden die lokale Presse ein, nehmen an Ortsbeiratssitzungen teil, kontaktieren immer wieder Magistrat, Autobahn AG, Baufirma Nax Bögl, Mattiaqua und weitere Verantwortliche, treten mit unserem Song auf, machen Radio-Interviews, produzieren Kalender mit Inselmotiven und wir zeigen dem Magistrat sogar eine Möglichkeit das Ausbaggern des Rheinarmes mit EU-Geldern finanzieren zu lassen, sodass es die Stadt NICHTS kosten würde!!
Wiesbadener Familien und Jugendliche brauchen wieder den kostenfreien Zugang zum Inselstrand! Wir kämpfen damit aber ausdrücklich nicht gegen die Tamara! Auch wir lieben das Schiffchen. Wir glauben sogar, dass mehr Leute mit der Tamara fahren würden, wenn der Strand wieder da wäre!
Besucht unsere Page zum Projekt, insel-wiesbaden.de:
– Down By The River – Neue Version des Hits von uns mit Roses-Sänger Timmy
– Das Rettbergsau-Lied – neuer Text zu Jim Knopfs Lummerland-Lied
– Gemälde – von der Insel und der Umgebung und dem Schiff Tamara
– Infos – aktueller Stand der Strand- und Brücken-Situation
(EG hinterer Flur, Treppenhaus Altbau, 1. OG hinterer Flur)
Tilemannschule Limburg – Alessia Boos
1. Thema: Eine Unterwasserlandschaft erschaffen – Schwerpunkt Malerei
Künstlerische Begleitung: Alessia Boos
Klasse 5
Mit großer Freude am Gestalten begeben sich die Schülerinnen und Schüler künstlerisch auf die Reise in eine eigene Unterwasserwelt. Ausgangspunkt der Unterrichtsreihe bildet die Auseinandersetzung mit Farbkontrasten der Farblehre. In kühlen Farbtönen zeigt sich das Wasser als ruhiger Bildraum, während die Korallen in warmen Farben leuchtende Akzente setzen und den Warm-Kalt-Kontrast sinnlich erfahrbar machen. Besonders die in Komplementärfarben gestalteten Fische erzeugen eine farbenfrohe Bildwirkung und ermöglichen es den Kindern, ihre Unterwasserlandschaft zum Leuchten zu bringen. Im Sinne eines prozessorientierten Kunstunterrichts treffen die Schülerinnen und Schüler eigenständige gestalterische Entscheidungen in der Formgebung der Bildelemente und der Komposition. So entstehen lebendige Unterwasserwelten, in denen sowohl das Verständnis grundlegender bildnerischer Mittel als auch die persönliche Ausdruckskraft der Lernenden sichtbar werden.
Die Schülerinnen und Schüler gestalten als Vorübung für die praktische Arbeit „Eine Unterwasserlandschaft“, eine farbreiche Kakteenlandschaft und lernen dabei den Warm-Kalt-Kontrast kennen. Im Rahmen einer Fantasiereise tauchen die Lernenden in die Atmosphäre einer Wüste ein, in der die staubende Hitze von einem kühlen Windzug durchbrochen wird. Daran anschließend erproben die Lernenden den Silhouettenschnitt. Aus bemaltem Zeitungspapier schneiden sie unterschiedliche Kakteenformen aus und entwickeln erste kompositorische Lösungen. Ziel dieser Übung ist es, die Wirkung von Farben in der Fläche zu erkunden und erste einfache Collagetechniken einzuführen.
Künstlerische Begleitung: Mirjam Peitz und Nora Engel
Wahlpflichtkurs der Jahrgangsstufe 7
Materialen: Tonpapier, Zeitschriften, alte Schulbücher, Fotos, Acrylfarben, Buntstifte
Die Schülerinnen und Schüler haben zu einer Ideen-Mind-Map verschiedene Gruppen gebildet und sich dazu ausgetauscht. Besonders das, was ihnen gefällt im Leben und was ihnen persönlich wichtig ist, sollte Thema werden und wurde dann in Gruppen- oder Einzelarbeit fortgeführt.
Die Lernenden malten die Welt nicht nur mit Farben, sondern benutzten auch Bilder aus Büchern und Zeitschriften. Ausgeschnittene Fotos, Wörter und Formen werden somit eine individuelle Geschichte. Jedes Bild erzählt etwas anderes und zusammen entsteht meine/unsere eigene Welt – so, wie sie mir/uns gefällt.
In den Collagen kann alles möglich sein: Der Himmel ist pink, eine Welt mit „Hello Kitty“ wird in Gelb gemalt. Oder der Blick aus dem Universum auf das, was mir lieb geworden ist, bekommt eine neue Perspektive. Auch eine ganz persönliche Welt mit vielen kleinen Details, die unser Leben in der Natur und unseren Alltag schön werden lassen. Liebgewonnenes aus der Kindheit und Jugend tritt in den Vordergrund und wird mit lebendigen Farben und Formen hervorgehoben. Man wird z.B. mitgenommen auf einem fliegenden Teppich in eine schönere Gegend oder wir können teilhaben an Erfolgsmomenten, die zur Herzensangelegenheit werden. Die Träume von Menschen und das, was glücklich macht, werden aber auch im Gegensatz zu dem Negativen in der Welt dargestellt. Die Bilder aus Büchern und Zeitschriften bekommen eine neue Bedeutung, weil sie neu zusammengesetzt wurden. Was vorher festgelegt war, wird frei und kreativ.
Beim Gestalten werden die Regeln der Wirklichkeit vergessen. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden, was zusammenpasst und was nicht. Die Collagen zeigen Wünsche, Fantasien und Gedanken, die im Kopf entstehen. So male ich die Welt, dass sie mir gefällt – bunt, vielfältig und voller Ideen.
Thema: Assoziative Auseinandersetzung mit dem Krieg in der Ukraine
49°09’47.0″N 31°15’46.8″E 2022-2023
Die gezeigten künstlerischen Arbeiten entstanden, wie in den vergangenen Jahren auch schon, in einer dazu eingerichteten AG. In den Jahren 2021 und 2022 trafen – unter dem Eindruck des Konfliktes in der Ukraine – die Schülerinnen und Schüler ausdrucksstarke Statements. In diesem Jahr wollen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen und die erworbenen Kenntnisse in ihren künstlerischen Arbeiten zusammenfassen. So steht nun die Freude an der Beschäftigung mit der Kunst im Vordergrund. Denn neben Unterhaltung ist Kunst auch dazu geeignet, uns zu aktivieren und zum eigenen Gestalten anzuregen.
Wenn wir uns also fragen „Was uns bewegt…“, ist die Antwort für diese Ausstellung „…die Kunst!“. Sie bringt uns in Bewegung, erst in den Gedanken, dann in das Tun. Die Teilnehmenden der AG haben sich ein Gemälde gesucht, welches sie besonders beeindruckt. In diesem Gemälde haben sie sich einen Ausschnitt ausgewählt, der ihrer Meinung nach das Bild „auf den Punkt bringt“. Diesen wiederum haben sie auf die Leinwand übertragen und in Malerei umgesetzt.
Die entstandenen Arbeiten fassen so die dreijährige Arbeit für die Ausstellungen des Studienseminars zusammen. Sie zeigen den Prozess, den die Kunst in uns auslösen kann: die Betrachtung – das Verdichten der Eindrücke zu einer Idee – die Umsetzung in einem eigenen künstlerischen Ausdruck.
Thema: Ich mal die Welt, dass sie mir gefällt – Surreale Bildwelten – Traumwelten – Fantasien
Künstlerische Begleitung: Ulrike Kirchmer
Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 zeigen, wie absurd, fantastisch und fiktiv ihre Sicht auf die Welt sein kann. In surrealen Collagen treffen Realität und Fantasie überraschend aufeinander. Auf handlichen Postkartenformaten entstanden große Bildwelten.
Thema: Ich mal die Welt, dass sie mir gefällt – und manchmal hat sie Scherenbeine, schwebende Köpfe oder ein Fell in Lieblingsfarben
Künstlerische Begleitung: Ariane Schmidtmann
Die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler haben Tiere neu entdeckt: Mit ausgestrecktem Arm, grobem Zeichenwerkzeug und viel Bewegung entstanden großformatige Interpretationen, die weniger abbilden als erfinden. Gemalt nach eigenen Regeln – eigenwillig, lebendig und herrlich unperfekt.
Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann
Jahrgangsstufe: 9
Materialien: Kohle auf Papier, gezielte Farbfläche (Acryl- oder Wasserfarbe)
In Anlehnung an die Bildwelt der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 mit dem Thema Selbstbildnis und Identität auseinander. Ausgangspunkt waren ausgewählte Porträts Frida Kahlos, die durch ihre symbolhafte Bildsprache, ihre Nähe zum Surrealismus und ihre starke persönliche Ausdruckskraft geprägt sind.
Die Porträts wurden überwiegend mit Kohle ausgearbeitet. Dieses Material ermöglichte eine intensive Auseinandersetzung mit Linienführung, Hell-Dunkel-Kontrasten und Ausdruck, aber auch mit Unschärfen, Brüchen und Überlagerungen – typische Merkmale surrealistischer Bildwelten. Ergänzend wurde bewusst nur eine einzige Farbquelle eingesetzt. Diese farbige Fläche fungiert als emotionaler Akzent und trägt eine symbolische Bedeutung, etwa für Gefühle, innere Zustände oder persönliche Themen der Schülerinnen und Schüler.
Die Reduktion auf Schwarz-Weiß und eine gezielte Farbe lenkt den Blick auf das Wesentliche und verstärkt die Aussagekraft der Werke. Die entstandenen Porträts bewegen sich zwischen Realität und Traum, zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung, und zeigen individuelle Interpretationen von Frida Kahlo als Projektionsfläche eigener Gedanken und Empfindungen.
Thema: Frida Kahlo – Porträts: Natur und Symbolik
Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann
Jahrgangsstufe 7
Materialien: Wasserfarbe, Fineliner / Bleistift
Im Kunstunterricht des Jahrgangs 7 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Künstlerin Frida Kahlo und ihren charakteristischen Porträts, in denen Mensch, Natur und Symbolik eng miteinander verbunden sind. Ziel des Projekts war es, ein Frida-Kahlo-Porträt mit gestaltetem Hintergrund zu entwickeln, das typische Bildmotive aufgreift und kreativ weiterführt.
Ein verbindendes Element aller Arbeiten ist ein Papagei auf der Schulter, der als Symbol für Naturverbundenheit, Lebendigkeit und Begleiter fungiert. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten ihre Bilder mit Wasserfarben, wodurch leuchtende Farben, weiche Übergänge und eine lebendige Bildwirkung entstanden. Pflanzen, Himmel, Blumen oder Tiere im Hintergrund erweitern das Porträt zu einer kleinen erzählerischen Bildwelt.
Neben der Auseinandersetzung mit Proportionen und Gesichtsdarstellung lag der Fokus auf der freien Farbwahl, dem Erzählen mit Bildern und der Entwicklung einer persönlichen Bildidee. Die Werke zeigen, wie unterschiedlich Frida Kahlo interpretiert werden kann und spiegeln die Fantasie, Kreativität und Ausdruckskraft der jungen Künstlerinnen und Künstler wider.
Arcimboldo neu entdeckt
Porträts aus Essen und Trinken
Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann
Jahrgangsstufe: 6
Materialien: Collage aus Supermarktprospekten, schwarzer Tonkarton
In diesem Projekt setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 6 mit den außergewöhnlichen Porträts des Künstlers Giuseppe Arcimboldo auseinander. Arcimboldo ist bekannt für seine fantasievollen Bildnisse, die aus Früchten, Gemüse, Pflanzen oder Alltagsgegenständen zusammengesetzt sind und erst auf den zweiten Blick als Gesicht erkennbar werden.
Auf dieser Grundlage gestalteten die Schülerinnen und Schüler eigene Collage-Porträts, die ausschließlich aus Bildern von Essen und Trinken bestehen durften. Als Material dienten ausgeschnittene Motive aus Supermarktprospekten, die neu kombiniert, verfremdet und kreativ zusammengesetzt wurden – beispielsweise eine Avocado als Auge oder andere Lebensmittel als Nase, Mund oder Haare.
Eine zentrale Aufgabenstellung bestand darin, dass die Gesichtsmerkmale klar erkennbar oder eindeutig definierbar bleiben mussten. Dazu gehörten Augen, Augenbrauen, Nase, Mund, Stirn, Haare, Ohren sowie Hals und Schulter. Auf diese Weise setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Bildaufbau, Proportionen und der Wirkung einzelner Bildelemente auseinander.
Die Collagen wurden auf schwarzen Tonkarton geklebt, wodurch die Farben und Formen der ausgeschnittenen Lebensmittel besonders stark hervortreten. Die entstandenen Arbeiten verbinden Humor, Genauigkeit und Fantasie und zeigen eindrucksvoll, wie aus alltäglichen Bildmaterialien überraschende und lebendige Porträts entstehen können.
Höhlenmalerei
Spuren der ersten Bilder
Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann
Jahrgangsstufe: 6
Materialien: Packpapier oder eingefärbtes Papier, Bleistift, Kohle, Wasserfarbe, Schwämme
Im Rahmen des Kunstunterrichts setzten sich drei sechste Klassen mit dem Thema Höhlenmalerei auseinander und erforschten die Anfänge der bildnerischen Gestaltung. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit steinzeitlichen Höhlenmalereien, ihren Motiven, Farben und ihrer Bedeutung als frühe Form menschlicher Kommunikation.
Eine der Klassen arbeitete auf Packpapier, das in Farbe und Struktur an Höhlenwände erinnert. Zunächst entstanden Skizzen von Jagdszenen mit Bleistift. Diese wurden anschließend mit Kohle als Reinzeichnung ausgearbeitet. Ergänzend gestalteten die Schülerinnen und Schüler Handabdrücke mit Wasserfarbe, die an die bekannten Negativ- und Positivabdrücke aus steinzeitlichen Höhlen erinnern und eine direkte Verbindung zwischen Körper und Bild herstellen.
Die beiden anderen Klassen gestalteten ihre Bildgründe zunächst selbst, indem sie Papiere mit Schwammtechnik in sogenannten „Steinzeitfarben“ einfärbten. Diese Farben wurden zuvor gemeinsam im Unterricht besprochen und orientieren sich an natürlichen Pigmenten wie Ocker-, Braun-, Rot- und Schwarztönen. Auf diesen Hintergründen entwarfen die Schülerinnen und Schüler ebenfalls Jagdszenen, die anschließend mit Kohle nachgezeichnet wurden. Auch hier spielten Handabdrücke eine zentrale Rolle als persönliches Zeichen und gestalterisches Element.
Alle Arbeiten greifen typische Motive der Höhlenmalerei wie Tiere, Menschen in Bewegung und Jagdsituationen auf und verbinden diese mit ursprünglichen Materialien und Techniken. Die entstandenen Werke vermitteln einen Eindruck davon, wie Bilder bereits in der Steinzeit Geschichten erzählten und Gemeinschaft, Alltag und Überleben sichtbar machten.
Seit drei Jahren besteht eine Kooperation zwischen der Kerschensteiner Schule, einer Berufsschule in Wiesbaden und der Staatlichen Glasfachschule in Hadamar. In gemeinsamen Projektvorhaben erhalten Lernende Einblicke in das berufliche Arbeitsfeld von Auszubildenden im Bereich der Glasveredelung.
In der hessische Kleinstadt Hadamar im Westerwald gibt es seit 1949 die Staatliche Glasfachschule. Sie ist auch Ausbildungsschule für das Lehramt an Beruflichen Schulen in Wiesbaden.
Innerhalb von zwei Tagen erhielten Schülerinnen und Schüler der Berufsschule unter Anleitung der Auszubildenden eine fachliche Begleitung, um sich anhand des Rohstoffes Glas kreativ mit dem Thema: Ich mal die Welt, dass sie mir gefällt!“ auseinanderzusetzen.
Ausgehend von Porträts entstanden Silhouetten mit scharfen schwarz-weißen Konturen. Auf dieser Grundlage entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Farbkonzept, das sie mit unterschiedlichen Verfahren wie Schablonieren, Collagieren, Acrylmalerei oder mit Stempel- und Pouring-Techniken umsetzen konnten. Bei der Herstellung der Köpfe aus Glas leisteten die Glasexperten der Fachschule professionelle Beratung und Unterstützung.
In unserer Kunstwerkstatt machen wir regelmäßig in den Einführungswochen für LiV im Mai und im November zu dem jeweiligen Thema der kommenden Kunstausstellung ein Gestaltungsangebot. Dabei entstehen intensive Momente der Begegnung und wir sind immer wieder überrascht, welche Sichtweisen und Themen von den jungen Lehrkräften aufgegriffen und ausdrucksvoll – in diesem Fall – auf Leinwänden gestalterisch zum Ausdruck gebracht werden.
Lerngruppe: Festes Vorhaben Malerei – Jahrgänge 9 und 10
In dieser Ausstellung präsentieren die Schülerinnen und Schüler Malereien auf großformatigen Leinwänden, die Farbe und Sprache in einen spannungsvollen Dialog treten lassen. Inspiriert von ästhetischen Bildern, die die Lernenden sich zum gestalterischen Ziel gesetzt haben, verbinden die Werke intensive Farbflächen mit kraftvollen, motivierenden Worten.
Der künstlerische Arbeitsprozess umfasste mehrere Phasen: von zeichnerischen Vorstudien über gezielte Farbstudien bis hin zur Umsetzung im Großformat. Dabei stand nicht nur die malerische Gestaltung im Vordergrund, sondern auch die bewusste Auswahl und Wirkung von Sprache im Bildraum. Worte werden hier nicht gelesen, sondern erlebt – als visuelle Statements, die Aufmerksamkeit erzeugen und Emotionen wecken.
Begleitend dokumentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit kontinuierlich in Skizzenbüchern. Diese dienten als persönliches Arbeitsinstrument zur Sammlung von Entwürfen, Farbexperimenten, schriftlichen Reflexionen sowie zur Festhaltung individueller Fortschritte. Die Skizzenbücher machen den Entwicklungsprozess der Werke nachvollziehbar und geben Einblick in die gestalterischen Entscheidungen, die den fertigen Arbeiten zugrunde liegen.
Die ausgestellten Arbeiten zeigen individuelle Bildlösungen, persönliche Zugänge zum Thema und verdeutlichende Vielfalt persönlicher Ausdrucksformen. Hier zeigt sich, wie Farbe, Form und Text gemeinsam zu einer gemeinsamen Aussage verschmelzen können. Entstanden sind Werke, die den Betrachtenden einladen, innezuhalten, sich angesprochen zu fühlen und die Verbindung von Kunst und Botschaft neu zu entdecken.
Unsere Idee war es, mit unseren beiden Klassen aus dem SMB Bereich (Lernende mit schweren und mehrfachen Behinderungen) etwas zu kreieren, an dem sie aktiv teilhaben und das Kunstobjekt maßgeblich selbst gestaltet können.
Da unsere Kinder viele unterschiedliche Sinneseinschränkungen haben, entschieden wir uns für Fingerfarbe und Körperpainting, da der Gestaltungsprozess hier ganz individuell von den Schülerinnen und Schülern selbst ausgehen kann. Einige haben nur mit den Händen und Füßen gemalt, andere mit dem ganzen Körper.
Als Grundlage für die Kunstwerke dienten weiße Betttücher, die wir am Ende in Streifen geschnitten haben. Auf diese Weise wurde eine Installation im Sinne eines Vorhangs gestaltet. Dadurch entstand ein Raum im Raum, der aber durch die Betttuchstreifen durchlässig und transparent zu allen Seiten ist. Man kann sich hineinbegeben und in die Welt unserer Lernenden eintauchen, dabei aber immer noch die Außenwelt betrachten und hin- und herwechseln.
Die Welt der Lernenden ist bunt und individuell, jeder Streifen ist ein Unikat. Die Durchlässigkeit des Vorhangs soll auch die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe symbolisieren, die auch unseren Schülerinnen und Schülern zusteht, auch wenn individuelle Bedürfnisse eigene Systeme erfordern, die Schutz und Rückzug beinhalten.
Unsere Kinder sind Teil der menschlichen Gesellschaft, auch wenn sie oftmals wenig Beachtung finden. Ein beweglicher Vorhang, bunt und leicht, der beide Welten verbindet, ist unsere Message für: “die Welt, wie sie mir gefällt!“
In der Lindenschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung haben wir eine sehr heterogene Schülerschaft mit besonderen Bedürfnissen und vielfältigen Interessen. So individuell die Sichtweisen und Wahrnehmungen der Schülerschaft sind, so bunt und vielfältig sind auch die Themengestaltung und die Umsetzung der Kunstwerke. Wir haben uns hierbei auf die schulische Wunschwelt der Schülerschaft sowie an deren Bedürfnissen und Interessen fokussiert. Um sich in der schulischen Welt wohl zu fühlen, benötigen die Schüler ganz individuelle Möglichkeiten, um sich zu entfalten. Da etliche Schüler nicht sprechend sind und rein sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten fehlen, kann das Mittel der Kunst eine Brücke sein, um innere Gefühlswelten sichtbar werden zu lassen.
Die Kunst-AG erprobt mit den Schülern verschiedene Techniken. Die Gestaltung der Kunstwerke findet sowohl im freien als auch im angeleiteten Setting statt. Hier haben sich die Schüler freiwillig in die Nachmittags-AG eingewählt, um bei dem Kunstprojekt mitzuwirken. Alle Schüler sind sehr kreativ und malen in ihrer Freizeit.
Die G 3 arbeitet mit der Collagetechnik. Es wurden Schüler in Momenten fotografiert, in denen sie sich innerhalb der schulischen Welt glücklich und geborgen fühlen, z.B. bei einer bestimmten Tätigkeit oder an einem bestimmten Ort. Der Hintergrund wurde mit Temperafarben durch die Schüler ausgestaltet und anschließend das Foto aufgeklebt.
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