Wilhelm-Leuschner-Schule

(EG vorderer Flur)

Surrealistische Frida-Kahlo – Porträts

Reduktion, Symbolik und Farbe

Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann

Jahrgangsstufe: 9

Materialien: Kohle auf Papier, gezielte Farbfläche (Acryl- oder Wasserfarbe)

In Anlehnung an die Bildwelt der mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 mit dem Thema Selbstbildnis und Identität auseinander. Ausgangspunkt waren ausgewählte Porträts Frida Kahlos, die durch ihre symbolhafte Bildsprache, ihre Nähe zum Surrealismus und ihre starke persönliche Ausdruckskraft geprägt sind.

Die Porträts wurden überwiegend mit Kohle ausgearbeitet. Dieses Material ermöglichte eine intensive Auseinandersetzung mit Linienführung, Hell-Dunkel-Kontrasten und Ausdruck, aber auch mit Unschärfen, Brüchen und Überlagerungen – typische Merkmale surrealistischer Bildwelten. Ergänzend wurde bewusst nur eine einzige Farbquelle eingesetzt. Diese farbige Fläche fungiert als emotionaler Akzent und trägt eine symbolische Bedeutung, etwa für Gefühle, innere Zustände oder persönliche Themen der Schülerinnen und Schüler.

Die Reduktion auf Schwarz-Weiß und eine gezielte Farbe lenkt den Blick auf das Wesentliche und verstärkt die Aussagekraft der Werke. Die entstandenen Porträts bewegen sich zwischen Realität und Traum, zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung, und zeigen individuelle Interpretationen von Frida Kahlo als Projektionsfläche eigener Gedanken und Empfindungen.

Thema: Frida Kahlo – Porträts: Natur und Symbolik

Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann

Jahrgangsstufe 7

Materialien: Wasserfarbe, Fineliner / Bleistift

Im Kunstunterricht des Jahrgangs 7 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Künstlerin Frida Kahlo und ihren charakteristischen Porträts, in denen Mensch, Natur und Symbolik eng miteinander verbunden sind. Ziel des Projekts war es, ein Frida-Kahlo-Porträt mit gestaltetem Hintergrund zu entwickeln, das typische Bildmotive aufgreift und kreativ weiterführt.

Ein verbindendes Element aller Arbeiten ist ein Papagei auf der Schulter, der als Symbol für Naturverbundenheit, Lebendigkeit und Begleiter fungiert. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten ihre Bilder mit Wasserfarben, wodurch leuchtende Farben, weiche Übergänge und eine lebendige Bildwirkung entstanden. Pflanzen, Himmel, Blumen oder Tiere im Hintergrund erweitern das Porträt zu einer kleinen erzählerischen Bildwelt.

Neben der Auseinandersetzung mit Proportionen und Gesichtsdarstellung lag der Fokus auf der freien Farbwahl, dem Erzählen mit Bildern und der Entwicklung einer persönlichen Bildidee. Die Werke zeigen, wie unterschiedlich Frida Kahlo interpretiert werden kann und spiegeln die Fantasie, Kreativität und Ausdruckskraft der jungen Künstlerinnen und Künstler wider.

Arcimboldo neu entdeckt

Porträts aus Essen und Trinken

Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann

Jahrgangsstufe: 6

Materialien: Collage aus Supermarktprospekten, schwarzer Tonkarton

In diesem Projekt setzten sich die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 6 mit den außergewöhnlichen Porträts des Künstlers Giuseppe Arcimboldo auseinander. Arcimboldo ist bekannt für seine fantasievollen Bildnisse, die aus Früchten, Gemüse, Pflanzen oder Alltagsgegenständen zusammengesetzt sind und erst auf den zweiten Blick als Gesicht erkennbar werden.

Auf dieser Grundlage gestalteten die Schülerinnen und Schüler eigene Collage-Porträts, die ausschließlich aus Bildern von Essen und Trinken bestehen durften. Als Material dienten ausgeschnittene Motive aus Supermarktprospekten, die neu kombiniert, verfremdet und kreativ zusammengesetzt wurden – beispielsweise eine Avocado als Auge oder andere Lebensmittel als Nase, Mund oder Haare.

Eine zentrale Aufgabenstellung bestand darin, dass die Gesichtsmerkmale klar erkennbar oder eindeutig definierbar bleiben mussten. Dazu gehörten Augen, Augenbrauen, Nase, Mund, Stirn, Haare, Ohren sowie Hals und Schulter. Auf diese Weise setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Bildaufbau, Proportionen und der Wirkung einzelner Bildelemente auseinander.

Die Collagen wurden auf schwarzen Tonkarton geklebt, wodurch die Farben und Formen der ausgeschnittenen Lebensmittel besonders stark hervortreten. Die entstandenen Arbeiten verbinden Humor, Genauigkeit und Fantasie und zeigen eindrucksvoll, wie aus alltäglichen Bildmaterialien überraschende und lebendige Porträts entstehen können.

Höhlenmalerei

Spuren der ersten Bilder

Künstlerische Begleitung: Sarah Zalzadeh-Müßigmann

Jahrgangsstufe: 6

Materialien: Packpapier oder eingefärbtes Papier, Bleistift, Kohle, Wasserfarbe, Schwämme

Im Rahmen des Kunstunterrichts setzten sich drei sechste Klassen mit dem Thema Höhlenmalerei auseinander und erforschten die Anfänge der bildnerischen Gestaltung. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit steinzeitlichen Höhlenmalereien, ihren Motiven, Farben und ihrer Bedeutung als frühe Form menschlicher Kommunikation.

Eine der Klassen arbeitete auf Packpapier, das in Farbe und Struktur an Höhlenwände erinnert. Zunächst entstanden Skizzen von Jagdszenen mit Bleistift. Diese wurden anschließend mit Kohle als Reinzeichnung ausgearbeitet. Ergänzend gestalteten die Schülerinnen und Schüler Handabdrücke mit Wasserfarbe, die an die bekannten Negativ- und Positivabdrücke aus steinzeitlichen Höhlen erinnern und eine direkte Verbindung zwischen Körper und Bild herstellen.

Die beiden anderen Klassen gestalteten ihre Bildgründe zunächst selbst, indem sie Papiere mit Schwammtechnik in sogenannten „Steinzeitfarben“ einfärbten. Diese Farben wurden zuvor gemeinsam im Unterricht besprochen und orientieren sich an natürlichen Pigmenten wie Ocker-, Braun-, Rot- und Schwarztönen. Auf diesen Hintergründen entwarfen die Schülerinnen und Schüler ebenfalls Jagdszenen, die anschließend mit Kohle nachgezeichnet wurden. Auch hier spielten Handabdrücke eine zentrale Rolle als persönliches Zeichen und gestalterisches Element.

Alle Arbeiten greifen typische Motive der Höhlenmalerei wie Tiere, Menschen in Bewegung und Jagdsituationen auf und verbinden diese mit ursprünglichen Materialien und Techniken. Die entstandenen Werke vermitteln einen Eindruck davon, wie Bilder bereits in der Steinzeit Geschichten erzählten und Gemeinschaft, Alltag und Überleben sichtbar machten.