Joseph-von-Eichendorff-Schule

(2. OG hinterer Flur I)

Thema: Ich mal die Welt, dass sie mir gefällt – Traumzimmer

Künstlerische Begleitung: Nicole Grünewald-Zimmermann

Klasse: 4c

Gefällt uns unsere Welt?

Gefällt uns, was wir täglich in unserem direkten Umfeld erleben? Gefällt uns, was wir von der großen weiten Welt erfahren? Vieles verstehen wir nicht. Einiges macht uns Angst. Wir brauchen Orte, an denen wir uns geborgen fühlen. Rückzugsorte, die wir nach unserem Geschmack gestalten. Räume, die unsere Persönlichkeit ausdrücken. Gelegenheiten, unseren Neigungen und Hobbys nachzugehen.

Diese Räume haben die Kinder mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Auch sie verbringen immer mehr Unterrichts- und Freizeit in der Schule, sind umgeben von vielen Menschen und Eindrücken. Gelegenheiten, sich zurückzuziehen, sind rar. Mit ihren Traumzimmern haben sie in einfachen Schuhkartons kleine, sehr persönliche Welten gestaltet, wie sie ihnen gefallen. Sie haben sich bereits zu Hause Gedanken über die Gestaltung gemacht, vielfältige Materialien organisiert und sich im Kunstunterricht gegenseitig inspiriert. Erwachsene können von den Ideen der Grundschülerinnen und Grundschüler lernen. Flauschige Teppiche, Bilder oder Bücherregale sollten im häuslichen oder im schulischen Umfeld unserer Kinder Platz finden.
Gestalten wir gemeinsame Lebenswelten also zusammen!

Farben der Gemeinschaft

Die Arbeiten zum Thema entstanden nach ­vorheriger ­Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk des Künstlers Henri Matisse.
Die großformatigen Kunstwerke wurden in drei ­Doppel­stunden im Rahmen des Kunstunterrichts gestaltet. ­Während die Kinder mit Scheren und Kleber zur Tat schreiten, ­entfaltete sich vor ihren Augen eine beeindruckende Szenerie aus ­Farben und Formen. Mit jeder Schicht, die sie hinzufügten, ­wurde ­ihnen bewusst, wie wichtig Kontraste sind – genau ­diese ­Unterschiede machen das Leben bunt und spannend.


In ihren Werken fanden die Kinder auch Raum, um ihre ­Gedanken und Gefühle zu den Herausforderungen des ­Lebens zu äußern. Ein besonders einprägsames Beispiel: Ein Staubsauger unter Wasser, der symbolisch für die Idee steht, dass man auch in schwierigen Situationen einen Lebensraum schaffen kann, der sowohl Tiere als auch Menschen ­willkommen heißt.
Mit viel Phantasie und Engagement verwandelten die jungen Künstler ihre Visionen. Am Ende des Projekts waren die ­Kinder nicht nur stolz auf ihre künstlerischen Fähigkeiten, sondern ­fühlten sich auch als Teil einer starken Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützte und inspirierte.

Regina Körfer

Joseph-von-Eichendorff-Schule
Klasse 3d